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ANTWORT: FEGEFEUER


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#1 JoseMaria

    In der Liebe Gottes

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  • meine besonderen Heiligen:heiliger Josef, heilige Jungfrau Maria, Pfarrer von Ars

Geschrieben 17 August 2011 - 10:03

Oberkuester:
Habe eine Frage. Ist das Fegefeuer eine katholische Erfindung?


Antwort von Pfr. Pietrek:

Das Wort ‚Fegefeuer‘ existiert nur in der deutschen Sprache: Reinigen durch Fegen und Feuern. „Läuterungsort“ ist die rechte Übersetzung von purgatorium (Reinigungsort).

Paulus schreibt:“Er wird gerettet, aber nur wie durch Feuer hindurch“ (1 Korinther 3,15). Das alttestamentliche Buch der Makkabäer 2.12,44 : „Hätte (der Makkabäer) Judas nicht erwartet, daß die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen für die Toten zu beten…Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden.“

Als Jesus den Blindgeborenen heilt, fragen die Jünger: „Wer hat gesündigt? Dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren wurde?“ Jesus antwortet: „Weder dieser noch seine Eltern haben gesündigt, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden“ (Joh 9,2-4). Das AT spricht zwar davon, daß Gott straft bis ins dritte und vierte Geschlecht, doch Jesus lehrt das nicht. Auch das AT lehrt keine

Verdammung bis in die dritte Generation. Daß Aids, Alkohol und Nikotin usw einem Kind schaden können, so daß es Schwierigkeiten durch seine Eltern davonträgt, ist dagegen eine traurige Tatsache. Z.B. ohne Vater aufzuwachsen, ist Schuld von Menschen, keine Strafe Gottes.

Nicht ein Buch von Papst Benedikt heißt „Deus caritas est“ (Gott ist die Liebe), sondern seine erste Enzyklika, sein Weltrundschreiben. Ich bin kein Latein-Wissenschaftller, aber amor umschreibt mehr die sinnenhafte Liebe, während caritas mehr die geistige Wertschätzung bedeutet. Jesus verdeutlicht den Beginn des äußeren Ehebruchs. Für ihre kostbaren Kinder und Jugendlichen empfanden die

Juden großes Schutzverlangen, auch wenn sie diese zuerst als unfertige Erwachsene sahen. Jesus aber wertet die Kinder auf: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder.“

Jahwe-Gott wußte im voraus um alle menschlichen Sünden. Zugleich aber sah er Maria. Um ihretwillen, der erfüllten Schöpfung – so meine persönliche Überzeugung – hat er die Welt dennoch erschaffen. Danke, HERR! Danke, Muttergottes! Der jüdische Priester, der AT-Berichte unter Führung des Hl.Geistes niederschreibt, stellt Jahwe-Gott menschlich dar, um so Verständnis für ihn zu wecken und ihn begreiflich zu machen. Z.B. Gott lacht, zürnt, bereut, obwohl Gott ewig glücklich ist und keinen Schatten von Veränderung kennt.

Die Begriffe selig und heilig werden durcheinander gebraucht, obwohl heilig, theologisch gesehen, mehr ist. Heiligsprechung ist ein eigener kirchlicher Prozeß, dem der Seligsprechungsprozeß vorausgegangen sein muß. Erst ein Heiliger ist in den unfehlbaren Kanon der Heiligen aufgenommen.

In unserem deutschen Begriff selig schwingt stärker unser Gemüt mit: Wer voller Seligkeit, also glücklich jubelnd ist, scheint noch nicht so erfaßt von der unfaßbaren Heiligkeit in der Nähe Gottes, staunend über seine Größe und Erhabenheit. Maria ist selig und heilig zugleich. Im Magnifikat singt sie: „Selig preisen mich von un an alle Geschlechter, denn Großes hat an mir getan der Allmächtige“

(Luks 1,48/49).

Gelobt Sei Jesus Christus!
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