Zum Inhalt wechseln


"Humanae Vitae" und die Erfahrung eines jungen Ehepaares


13 Antworten in diesem Thema

#1 Guest_Hemma_*

  • Guests

Geschrieben 04 September 2008 - 05:11

Aus FMG-Information Juli 2008 Ja, aber... Wir sind ein junges Ehepaar, beide Studenten, seit mehr als einem Jahr verheiratet und möchten gerne zur Unterstützung der Botschaft der Enzyklika Humanae vitae von unserem Weg erzählen. Wir beide sind in kirchenfernen Familien großgeworden und haben daher - sobald wir wussten, dass wir gerne auch schon in unseren jungen Jahren katholisch heiraten möchten - um so mehr Wert auf eine gute Ehevorbereitung gelegt. So lasen wir uns gegenseitig Literatur zur christlichen Ehe vor, besprachen Gelesenes und Gehörtes und beteten um die Gnade, einst eine gute Ehe führen zu dürfen. Selbstverständlich waren uns die Zwecke der Ehe - nämlich Zeugung und Erziehung von Kindern sowie gegenseitige Hilfestelllung - bekannt, wir bejahten die kirchliche Ehelehre voll und ganz und hielten uns dank der Gnade GOTTES geradezu vor ein katholisches Vorzeigeehepaar. Vor allem durch unsere Bereitschaft, früh zu heiraten - und damit nicht (wie dies heute leider bei den allermeisten unserer Altersgenossen der Fall ist) in einem ungeordneten Verhältnis miteinander zu verkehren - hielten wir uns GOTT uns deinen Geboten gegenüber für ausreichend großzügig. Bildlich gesprochen meinten wir, dass GOTT sich mit dem kleinen Finger an unserer Hand schon begnügen werde. Als geradezu heroisch galt es uns zudem, dass wir uns darin einig waren, in unserer Ehe dem Schöpfer nicht mit irgendwelchen künstlichen Verhütungsmitteln ins Handwerk pfuschen zu wollen. Im Gegenteil: wir freuten uns auf besonders viel Nachwuchs. So sehr wir auch den ersten Zweck der Ehe bejahten, so sehr meinten wir, dass der richtige Zeitpunkt für ein Kind aber erst irgendwann nach dem Studium (also damals in frühestens vier Jahren...) gekommen sein würde. Im Nachhinein ist uns klar, dass diese uneingeschränkte Zustimmung zum Kind also nur eine (heute leider auch unter den meisten Katholiken so gängige) Zustimmung unter Vorbehalt war: Kinder ja, aber nur zu unsereen Bedingungen! Zweifel Schon vor der Eheschließung hörten wir von der Möglichkeit der natürlichen Familienplanung (bzw.natürlichen Empfängnisregelung) und beschlossen, diese in der Ehe nutzen zu wollen. Denn wir glaubten, mit dieser Methode einen Weg gefunden zu haben, wie wir einerseits unsere volle Bereitschaft für das Kind aufrecht erhalten und andererseits den Zeitpunkt der ersten Emfpängnis nach unserem Geschmack gestalten könnten. Die Methode der natürlichen Empfängnisregelung schien uns deshalb richtig, weil wir ja nur das tun wollten, von dem wir ausgingen, dass es auch die Kirche gutheißt,; denn schließlich wird nat.Empfängnisregelung oft als katholische Alternative zu Pille & Co. beworben. Doch nach zwei Monasten Ehe tauchten erstmals leise Zweifel auf, ob denn unser Umgang mit der Kinderfrage tatsächlich so vorbildlich ist, wie wir das bis dahin annahmen. Wir beide wissen nicht mehr, ob es überhaupt einen äußerden Anlass gab und wenn ja, welcher es konkret war, der uns anhielt, unsere Haltung zu überdenken. Zumindest mir als Ehefrau ist aber noch gut in Erinnerung, wie ich immer stärker ein ungutes Gefühl beim Praktizieren der natürlichen Empfängnisregelung hatte, da wir doch gerade immer die wertvollste Zeit im Zyklus völlig außen vor ließen. Gerade als wir begannen uns intensiver über diese Frage auszutauschen und uns bewusst wurde, dass wir vor einem Problem standen, bekamen wir Post vom lieben GOTT: Absolut unvorhergesehen und unerwartet flatterte uns die Broschüre Liebe, die aufs Ganze geht ins Haus - und mit ihr die Ausführungen der uns bisher fast nur vom Namen her bekannten Enzyklika Humanae Vitae. Wir verschlangen geradezu die Erfahrungen der Ehepaare und lasen aufmerksam die Auszüge der Enzyklika. Und wir wollten es genauer wissen und besorgten uns den vollständigen Text der Enzyklika. Insbesondere dort, wo der Papst von der erlaubten Geburtenregelung spricht, fielen uns zwei Dinge auf, die uns auch in den darauffolgenden Wochen sehr beschäftigen sollten: In Nr.16 der Enzyklika schreibt der Papst: Wenn also gerechte Gründe dafür sprechen, Abstände einzuhalten in der Reihenfolge der Geburten (...), ist es nach kirchlicher Lehre den Gatten erlaubt, dem natürlichen Zyklus der Zeugungsfunktionen zu folgen (...). In der Konsequenz dieser Stelle ergab sich für uns zunächst die Erkenntnis, dass wir gar nicht zur Zielgruppe derer gehörten, für die die zeitweilige Enthaltsamkeit eine Möglichkeit der Geburtenplanung darstellte. Denn zum einen gibt der Papst an, dass die natürliche Empfängnisregelung als Methode der Geburtenplanung nur dort rechtmäßig angewendet werden darf, wo schon ein Kind oder mehrere Kinder geboren sind (...in der Reihenfolge der Geburten...). Dies allerdings war bei uns ja ganz offensichtlich nicht der Fall... Zum anderen machten wir uns Gedanken darüber, was denn in unserem Fall gerechte Gründe für die zeitweilige Enthaltsamkeit als Mittel der Geburtenregelung wären. Wir stellten uns zunehmend die Frage, was für uns die eigentlichen Beweggründe sind, die es uns als gerechtfertigt erscheinen lassen, in unserer Ehe die natürliche Empfängnisregelung zu praktizieren. Mehr und mehr wurde uns klar, dass wir keinen wirklich triftigen Grund anführen konnten, mit der Gründung einer Familie nicht schon jetzt zu beginnen. Denn keinesfalls müsste bei der Geburt eines Kindes dieses oder wir Hunger leiden oder frieren. Im Hinblick auf die Situation so mancher Familie in Entwicklungsländern, für die solche Gründe tatsächlich triftig sein können, erschien uns die Rücksicht auf unsere finanzielle Lage gerade in Deutschland eher als eine Ausrede. Den zweiten Grund, den wir prüften, war die Frage nach der Wichtigkeit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, besonders für mich als Ehefrau und eventuell zukünftige Mutter. Aber auch hier sind wir zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen, dass für uns als Eheleute unbedingten Vorrang die Familie haben soll - schließlich erfüllt sich ja gerade hierin die Sendung, die GOTT selbst in die Ehe - auch in unsere - gelegt hat. Uns wurde traurig bewusst, dass wir uns mit unserem eigenmächtigen Überlegen und Planen bezüglich des richtigen Zeitpunktes für die Geburt eines Kindes weniger von der Dienstbereitschaft gegenüber dem Schöpfer und der göttlichen Vorsehung haben leiten lassen, als vielmehr vom Zeitgeist. Drastisch formuliert könnte man sagen, die Heiden verhüten mit der Pille, wir als Katholiken aber praktizieren die natürliche Empfängnisregelung. Denn im Grunde genommen nutzten wir die periodische Enthaltsamkeit mit allen ihren technischen Zutaten wie Kalenderberechnung und Temperaturmessung ja in verhütender Absicht. Und genau dies scheint unserer Meinung nach auch ein großer Nachteil der natürlichen Empfängnisregelung zu sein: die verhütende Absicht, mit der sie vielfach (oft auch unbewusst) praktiziert wird. Viel zu wenig wird selbst in solcher Literatur, welche die natürliche Empfängnisregelung empfiehlt, darauf aufmerksam gemacht, dass durch die allzu intensive Beschäftigung mit der Mechanisierung des geschlechtlichen Lebens die Grundrichtung der Seele von der Erfüllung der Liebe auf die Erfüllung des Begehrens abgelenkt wird. Leider wies uns auch kein Priester darauf hin, dass junge Gatten ihr Eheleben normalerweise nicht mit der periodischen Enthaltsamkeit zur Hinausschiebung der Empfängnis beginnen sollten, falls nicht ganz besondere Verhältnisse vorliegen. Denn erst der bewusste heilige Dienst am Leben gibt ihrer Begegnung die beglückende Tiefe und die schützende Ehrfurchtshaltung; vielfach wachsen sie erst am Kind seelisch stark zusammen. Durch die Lektüre der Schrift Liebe, die aufs Ganze geht und der Enzyklika erhielt unsere Großzügigkeit gegenüber GOTT neue Schwungkraft. Immer anziehender wurde für uns auch die tiefere Einsicht in den zentralen Auftrag der Ehe, nämlich fruchtbar zu sein (vgl.Gen 1,28), zu dem uns der Schöpfer selbst als Seine Mitwirkenden berufen hat. Erst jetzt wurde uns auch für unsere Ehe so richtig der Zusammenhang zwischen ehelicher Liebe und Nachkommenschaft klar. Entscheidung Wir nahmen uns für eine endgültige Entscheidung bezüglich des richtigen Zeitpunktes für das erste Kind bewusst Zeit. Wir wollten uns nicht überstürzt festlegen, sondern alles in Ruhe bedenken, die Mutter vom guten Rat um Hilfe bitten, unser Anliegen wieder und wieder vor GOTT bringen und um rechte Erkenntnis bitten. Nach noch einmal drei Monaten war uns klar, dass es richtig ist, sich GOTTES Zeitplänen zu überlassen und darauf zu vertrauen, dass Seine Vorhaben mit uns die besten sein werden. Nach dem langen Ringen war die Erleichterung nun endlich den richtigen Weg gefunden zu haben, in jeder Hinsicht groß. Nicht nur das Denken über die eheliche Sexualität hat sich seither geändert, auch das Erleben derselben ist ein anderes geworden. Es ist eine unsagbare Aufwertung der ehelichen Begegnung, wenn man sie bewusst - und ganz konkret - offen für neues Leben erleben darf. Auch ist es eine viel intensivere und innigere Nähe, die unter den Ehegatten unter diesen Umständen erfahrbar wird - eine Nähe, die weit in den ehelichen Alltag hinein ausstrahlt. Nochmals im Bild gesprochen, könnte man sagen: wir machten die Erfahrung, dass Gott den kleinen Finger, der ihm großzügig entgegengestreckt wird, in seine große Hand nimmt, um so auf den guten Weg zu führen. Und jetzt? Wir erwarten nun voller Freude unser erstes Kind, dem hoffentlich noch viele Geschwister geschenkt werden. Wir wären darüber jedenfalls sehr glücklich und sind zutiefst dankbar, den Schatz der Enzyklika schon jetzt für unser Eheleben gehoben zu haben - zu einer Zeit, in der es uns noch möglich ist, ihn in unserem Leben mit GOTTES Hilfe fruchtbar werden zu lassen. [align=center]Eingefügtes Bild[/align] [align=center]Familie Gottfired Hofmann-Wellenhof, Graz[/align]

#2 MIA

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 1.098 Beiträge

Geschrieben 05 September 2008 - 08:41

Das ist ein sehr schöner Beitrag aber das hat uns beide nun auch zum grübeln gebracht!! Natürliche Empfängnisregelung, ist es nun erlaubt und wann und unter welchen Bedingungen?? Zunächst ist mir etwas aufgefallen. Das Paar schreibt:

Zitat

Drastisch formuliert könnte man sagen, die Heiden verhüten mit der Pille, wir als Katholiken aber praktizieren die natürliche Empfängnisregelung. Denn im Grunde genommen nutzten wir die periodische Enthaltsamkeit mit allen ihren technischen Zutaten wie Kalenderberechnung und Temperaturmessung ja in verhütender Absicht.
Das finde ich nicht richtig. Man kann nicht die Empfängnisverhütung mit der Empfängsnisregelung gleichsetzen!! Empfängnisverhütung: Der eheliche Akt hat zwei Bedeutungen: Zum einen die Vereinigung, also die gegenseitige Hingabe der Gatten, und die Fortpflanzung. Diese beiden Bedeutungen gehören zusammen!! Bei der Empfängnisverhütung trennt man aber diese beiden Bedeutungen voneinander. Empfängnisverhütung wir angewand um grenzenlos und ohne Folgen Sex zu haben und um sich allein der Begierde hinzugeben. Außerdem nutzt man bei der Empfängnisverhütung bestimmte Mittel wie die Pille oder die Spirale und hierbei TÖTET man dann das ungeborene Seelchen: Die befruchtete Eizelle hat von Gott schon eine fertige Seele bekommen, hat aber durch die Empfängnisverhütungsmittel keine Chance sich einzunisten undzu wachsen!! Empfängnisregelung Hierbei werden die Bedeutungen des ehelichen Aktes nicht voneinander getrennt!! Man kommt zu einander (und das ist sicherlich auch gemeint mit ein Fleisch werden) achtet aber darauf (indem man unfruchtbare Tage nutzt), dass man noch kein Kind zeugt. Das man NOCH kein Kind zeugen will, weil man noch keinen Studienabschluss hat und noch nicht ausreichend Geld und dem Kind nichts bieten kann. Die Kirche ruft ja auch auf zur verantwortlichen Vater- und Mutterschaft. In der Theologie des Leibes von Johannes Paul II steht wunderbar geschrieben was Sexualität in der Ehe sein soll: Jesus hat uns so sehr geliebt, dass er seinen Leib für uns hingab. Jesus Liebe kann man einteilen in 4 Charakteristika:
  • Christus gab seinen Leib FREIWILLIG hin
  • Er gibt sich UNEINGESCHRÄNKT hin
  • Er gibt sich in TREUE hin
  • Er gibt seinen Leib FRUCHTBAR hin
Und so soll auch der eheliche Akt sein!! Und zu so einer Ehe verpflichten sich auch die Eheleute am Altar. Dieses Ja am Altar, soll auch mit dem Leib ausgesprochen werden. Johannes Paul II dagt auch, dass das Versprechen Ich nehme dich an als mein(e) Frau/ Mann sich erst durch die geschlechtliche Vereinigung der Eheleute erfüllt. Was ist nun mit Empfängnisregelung? Der Katechismus sagt: 497. Wann entspricht die Empfängnisregelung der sittlichen Ordnung? 2368-2369 2399 Die Empfängnisregelung, die ein Aspekt der verantwortlichen Vater- und Mutterschaft ist, entspricht objektiv der sittlichen Ordnung, wenn sie von den Eheleuten ohne äußeren Zwang und nicht aus Egoismus, sondern aus ernsthaften Gründen und mit Methoden vollzogen wird, die den objektiven Kriterien der Sittlichkeit entsprechen, das heißt durch zeitweilige Enthaltsamkeit und die Wahl von unfruchtbaren Perioden. Was heißt denn unter dem Aspekt der verantwortlcihen Vater- und mutterschaft? Was heißt aus ernsthaften Gründen? Ist Empfängnisregelung nur für Menschen, die schon Kinder haber und aus welchen Gründen auch immer mit weiteren Kindern warten wollen? Wo ist da der Unterschied zu Eheleuten, die noch keine Kinder haben, die NOCH keine Wollen aus finanziellen Gründen aber später bei festen Abreotsplatz auf jeden Fall Kinder zeugen wollen??

#3 Maria Magdalena

    Heimat gefunden

  • Moderators
  • 3.130 Beiträge
  • Stadt/BundeslandMecklenburg- Vorpommern
  • meine besonderen Heiligen:Die allerseeligste Jungfrau und Gottesmutter Maria, ;
    Die selige Schwester Maria Euthymia,
    Franziskus von Assisi,
    Pater Pio,
    Hildegard von Bingen,
    Maria Magdalena,

Geschrieben 05 September 2008 - 08:53

Liebe Mia, Nun bedenke bitte, dass eine Frau nach einer Schwangerschaft bzw. Geburt recht schnell erneut schwanger werde könnte. Und hier ist es auch das Sicht der Kirche erlaubt mit der natürlichen Verhütung ,vorerst eine erneute Schwangerschaft entgegen zu wirken, um es mal so auszudrücken. Oder im Fall, dass du schon Mutter von sehr vielen Kindern bist. Pax et bonum

#4 MIA

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 1.098 Beiträge

Geschrieben 05 September 2008 - 09:11

Das ist mir klar. Es geht mir aber besonders um die Situation von Eheleuten, die noch keine Kinder haben. Versteh mich nicht falsch, es geht nicht darum mein Recht auf Sexualität zu suchen, sondern es geht darum das ich das tun will, was Gott will und daher brauch ich eine klare Antwort um das richtige zu tun!!

#5 Guest_Mariandl79_*

  • Guests

Geschrieben 05 September 2008 - 11:09

Ich bin weder verheiratet , noch verlobt , noch irgendwie anders vergeben , aber ich schreib dennoch mal einfach mit : es gibt , gab und wird immer Gründe geben , warum auch ein junges Ehepaar mit Kindern warten können muss . Allein die Wohnungssituation macht oftmals einen direkten Kinderwunsch unmöglich . Findet man mal eine Wohnung so ist oft die erste Frage : Sind sie denn schwanger ? Schon als meine Eltern vor fast 30 Jahren eien Wohnung suchten hieß es oft genug : Kinder nein . Also einen Hund können sie gerne mitbringen , aber keine Kinder! Auch die finanzielle Situation ist heute für viele schwieriger . Oder berufliche oder akademische Abschlüsse sollten erst gemacht werden - so meine Meinung .

#6 MIA

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 1.098 Beiträge

Geschrieben 06 September 2008 - 08:57

Zitat

Allein die Wohnungssituation macht oftmals einen direkten Kinderwunsch unmöglich . Findet man mal eine Wohnung so ist oft die erste Frage : Sind sie denn schwanger ? Schon als meine Eltern vor fast 30 Jahren eien Wohnung suchten hieß es oft genug : Kinder nein . Also einen Hund können sie gerne mitbringen , aber keine Kinder!
Das ist lustig: In der DDR brauchte man Kinder um überhaupt eine Wohnung zu bekommen und jetzt ... :D Aber das ist auch nicht die Antwort auf meine Frage :) Es gib mir um den geschlechtlichen Akt und die Empfängnisregelung, ob das erlaubt ist, wenn man eben noch keine Kinder bekommen kann aufgrund fehlender finanzieller Mittel. Ich hab das mit der Sexualität so verstanden, dass jeder sexuelle Akt einen doppelten Sinn hat (Vereinugung des Ehepaars und Fortpflanzung) und das sollte nicht getrent werden. Eine Trennung sehe ich, wenn Menschen sich nur zum Vergnügen sexuell vereinigen, einfach aus Lust und nicht aus Liebe. Richtig ist es seinen Leib, wie Jesus, aus Liebe hinzugeben. Und wir wollen ja Kinder haben, am liebsten sofort aber es ist eben noch kein Geld da, deshalb denke ich ist es unverantwortlich Kinder zu zeugen ohne ihnen etwas bieten zu können. Und so denke ich das die Empfängnisregelung angewendet werden kann, weil wir ja noch Kinder haben wollen aber jetzt geht es eben noch nicht. Hab ich das jetzt richtig erkannt??

#7 Guest_Hemma_*

  • Guests

Geschrieben 06 September 2008 - 10:01

Liebe MIA! Die natürliche Familienplanung durch periodische Enthaltsamkeit ist lt.Humanae Vitae erlaubt. Prof.Dr.Josef Rötzer, ein österr.Arzt und Mitbegründer der symptothermalen Methode der natürlichen Empfängnisregelung berichtet (Aus: Die natürliche Familienplanung als Fundament für ein christl.Leben v.Dr.med.Alfred Häußler, Miriam-Verl.), dass er noch nie bei Ehepaaren, die die natürliche Familienplanung praktizierten, eine Ehescheidung erlebt habe. Und er führt weiter aus: Diese Methode führt zu einer Vertiefung des ehelichen Lebens und erhält die notwendige erotische Spannung zwischen den Ehepaaren, da ohne diese die Liebe zwischen den Gatten in einer Ehe erkalten kann. Das erstangeführte Ehepaar hat sich ein besonders hohes Ziel gesteckt, freilich muss Elternschaft aber verantwortlich überlegt werden. Lb.Grüße, Hemma

#8 Eminenz

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 612 Beiträge

Geschrieben 06 September 2008 - 10:26

Super Hemma. So stellen wir uns das auch vor. Wir heiraten zwar in einem Jahr, da wir uns aber noch weiterhin in der Ausbildung befinden werden und (christiliche) Teil der Familie der Famile weiter weg wohnt, geht das einfach noch nicht mit Kinderchens. Wenns Geld da wär, dann könnte man(n) sofort in der Hochzeitsnacht loslegen. :D

#9 Guest_Bea_*

  • Guests

Geschrieben 24 Mai 2009 - 12:40

Wünsche euch für eure Ehe und die Familienplanung Gottes Segen und Beistand. HV, ist eine wunderbarer Kompass fürdas Eheleben, aber manchmal spricht Gott auch durch die äußeren Umstände und Gegebenheiten zu uns. Immer schön hellhörig bleiben...

#10 MIA

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 1.098 Beiträge

Geschrieben 05 Juni 2009 - 07:44

Gestern kam dieses Gebet des Tobias in der Lesung vor. Es ist einfach wunderschön. Vielleicht sollte man so ähnlich vor dem sexuellen Akt beten. Als Tobias und Sara in der Kammer allein waren, erhob sich Tobias vom Lager und sagte: Steh auf, Schwester, wir wollen beten, damit der Herr Erbarmen mit uns hat. Und er begann zu beten: Sei gepriesen, Gott unserer Väter; gepriesen sei dein heiliger und ruhmreicher Name in alle Ewigkeit. Die Himmel und alle deine Geschöpfe müssen dich preisen. Du hast Adam erschaffen und hast ihm Eva zur Frau gegeben, damit sie ihm hilft und ihn ergänzt. Von ihnen stammen alle Menschen ab. Du sagtest: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist; wir wollen für ihn einen Menschen machen, der ihm hilft und zu ihm passt. Darum, Herr, nehme ich diese meine Schwester auch nicht aus reiner Lust zur Frau, sondern aus wahrer Liebe. Hab Erbarmen mit mir und lass mich gemeinsam mit ihr ein hohes Alter erreichen! Und Sara sagte zusammen mit ihm: Amen. Und beide schliefen die Nacht über miteinander. (Tobit 8, 4-9)

#11 MIA

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 1.098 Beiträge

Geschrieben 21 August 2009 - 10:08

Erst wollte ich ein neues Thema eröffnen aber ich finde es passt hervoragend zu der Humane Vitae!! (Quelle ist hierbei wie im Beitrag Die Wahrheit über Pille und Co das Büchlein von Pater Martin Ramm Was ist Keuschheit?. WAS IST EHELICHE KEUSCHHEIT? (1) Das 6. Gebot In Exodus Kapitel 20 Vers 14 lesen wir: Du sollst nicht die ehebrechen. Hierbei ist jedoch der Ehebruch nur als die Spitze des Eisberges gemeint und daher schließt dieses Gebot die ganze menschliche Geschlechtlichkeit mit ein (KKK 2336). So steht im Katechismus das Gebot in der Form: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben. Das Gebot fordert die Ehrfurcht vor dem Leib, vor dem eigenen und vor dem des Nächsten, weil (a) ... der Mensch eine Würde besitzt und von Gott geschaffenist als eine Einheit von Leib und Seele. (b) ... nicht nur die Seele zu ewigen Glückseligkeit bestimmt ist, sondern auch der Leib, der ganze Mensch ist dazu berufen. © Jesus auch einen Leib angenommen und ihn für uns hingegeben hat, damit auch wir, wie Er, mit Leib und Seele auferstehen. (d) unser Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes und muss daher ehrfürchtig behandelt werden. Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des HEiligen Geistes ist, der in euch wohnt? (1. Korinth 6,19 f) (2) Die Tugend der Schamhaftigkeit Die Tugend der Schmahaftigkeit geht der Keuschheit voraus, um sie zu schützen. Die Schmafhaftigkeit liegt in der Natur des MEnschen und geht weit über die Geschlechtlichkeit hinaus. Sie dient dem Schutz des Menschen und seiner Persönlichkeit. So mit verstößt ein schamloses Sich-zur-Schau-Stellen gegen die Schamhaftigkeit. Durch den Verlust der ursprünglichen Ordnung durch den Sündenfall sind Maßnahmen notwendig um sich und andere zu schützen. In Genesis lesen wir, dass Adam und Eva sich mit Feigenblättern bekleideten um ihre Körper vor den begierlichen Blicken des anderen zu schützen. Wer sich heutzutage unzureichend oder aufreizend kleidet versündigt sich nicht nur gegen die Schamhaftigkeit, sondern hat Mitschuld an den Sünden anderer. Schamhaft ist der, der aus Ehrfurcht vor dem Leib, sich selbst und die anderen vor leichtfertiger Aufreizung geschlechtlicher Begierden schützt. Doch nicht nur die Kleidung, sondern auch Reden über die Geschlechtlichkeit müssen schamhaftig sein. (3) Keuschheit Die Tugend der Keuschheit betrifft den Menschen in seiner leib-seelischen Ganzheit. Die Keuschheit setzt eine positive Einstellung zur Geschlechtskraft voraus, die es zu beherrschen und gleichmäßig zu gebrauchen gilt. (.... weiter beim nächsten mal :icon_biggrin:)

#12 MIA

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 1.098 Beiträge

Geschrieben 24 August 2009 - 09:26

... Alle Glieder unseres Leibes kann man gut gebrauchen oder sie missbrauchen. So kann man mit seiner Zunge schöne Dinge sagen aber auch böse Dinge. Der Mensch soll seinen Leib gut gebrauchen um das Gute zu tun. Zwei Grundtriebe kennzeichnen die Natur des Menschen: Der Nahrungs- und der Geschlechtstrieb. Der Nahrungstrieb dient der Selbsterhaltung, der Geschlechtstrieb der Erhaltung der Art. Beide Triebe sind mit dem Anreiz einer Lust verbunden, stehen dabei aber unter der Kontrolle der Vernunft, was uns wesentlich von den Tieren unterscheidet. Nahrung ist wichtig für den Menschen und dient seiner Gesundheit. Das Essen kann aber zu einem Fressen werden, wenn der Nahrungstrieb nicht kontrolliert werden kann bzw. will, so dient es nicht mehr dem Erhalt, sondern dem Verderben des Menschen. So ist es auch mit der Geschlechtskraft: Wird sie recht gebraucht, so gereicht sie zum Segen, bei Unzucht und Missbrauch kommt es zum Verderben. Der Apostel Paulus schreibt: Ihr sollt euch enthalten von Unzucht. Ein jeder von euch wisse seinen Leib in Heiligung und Ehrbarkeit zu besitzen, nicht in leidenschaftlicher Gier wie die Heiden, die Gott nicht kennen. (1Thess 4,3-5) Die Keuschheit ist das JA zur LIEBE!! Das Symbol ist die weiße Lilie. Alle Menschen sind zu einem keuschen Leben berufen, aber nicht für alle bedeutet Keuschheit dasselbe. Es gibt daher verschiedene Arten von Keuschheit, je nach dem Stand in dem man sich befindet. So unterscheidet sich die eheliche Keuschheit von der eines Priesters, von Ordensleuten oder eines Verwitweten. Für den Unverheirateten bedeutet Keuschheit sich innerlich und äußerlich rein, sprich jungfräulich, zu bewahren. 3.1 Voreheliche Keuscheit Wer sich zur Ehe berufen glaubt, soll schon so früh wie möglich für seinen Gatten beten, damit beide sich füreinander rein bewahren. Die voreheliche Keuschheit ist aber mehr als nur das Beschränken auf das was man (noch) nicht tun darf und ist mehr als ein Warten. Sie dient dazu, dass man seine ganze leibliche und seelische Hingabefähigkeit für die spätere Ehe und den einen Mann bewahrt. Weiterhin dient (das ist meine persönliche Meinung und auch die Erfahrung, die ich gemacht habe) der Verzicht auf körperliche Vereinigung vor der Ehe dazu, dass sich die baldigen Gatten auf einer anderen Ebene kennen lernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man den Partner viel mehr schätzen undzu ehren weiß und ihn auch besser kennenlernt und sich nicht nur emotional mit einander verbunden fühlt, sondern auch seelisch und geistig.

#13 MIA

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 1.098 Beiträge

Geschrieben 28 August 2009 - 09:22

Es ist wunderschön, wenn ein Hochzeitspaar all den Versuchungen des Fleisches widerstanden haben und in diesen Versuchung gereift sind und schließlich am Hochzeitstag rein am Altar stehen können und sich so rein einander schenken können. Die Jungfräulichkeit ist eine kostbare Tugend für Mann und Frau. Zu dieser Jungfräulichkeit sind alle noch nicht verheirateten Menschen gerufen um dann vor dem Altar in jungfräulich reiner Liebe sich seelisch und leiblich voll und ganz dem Ehepartner zu schnenken. Die Vollendung erfährt die Tugend der Jungfräulichkeit, wo sie im Stande der Gottesbrautschaft um des Himmelsreiches willen (Mt 19,12) gelebt und durch Gelübde besiegelt wird. 3.2 Eheliche Keuschheit In der Ehe besteht die Keuschheit in dem gottgewollten Gebrauch der Geschlechtskraft. Die Ehe ist hierbei aber mehr als nur ein legalisierter Ort für Sexualität!! Die leibliche Vereinigung in einer Ehe ist ein wichtiger Teil der Ehe aber sie ist nicht das Ausschlaggebende!! Die eheliche Keuschheit schließt jeden Missbrauch der Geschlechtskraft aus. Der eheliche Akt soll vollzogen werden aus Liebe und nicht aus reiner Begierlichkeit und Lust. Eheleute müssen aufpassen, dass sie nicht ins rein Fleischliche fallen. Der Akt hat zwei Bedeutungen, die nicht voneinander getrennt werden dürfen: (I) Die leibliche Vereinigung aus wahrer Liebe und (II) die Zeugung von Kindern. Sicherlich muss nicht jeder Geschlechtsakt auf Fortpflanzung hinaus laufen aber dennoch ist der Gebrauch der Geschlechtskraft für die reine Lust sündhaft. Eheleute, die ein guten Grund haben noch nicht oder nicht mehr Kinder zu bekommen, dürfen für den Akt auf die unfruchtbaren Tage zurückgreifen, wenn dieser denn auch auf Liebe basiert. Der Mensch ist zu Liebe berufen und die Liebe der Ehegatten findet auch ihren Ausdruck in der körperlichen Vereinigung, durch die auch ihr Leib an der geistigen Liebe teilnimmt und die ihre Natur ihrer Natur nach immer offen sein muss für die Fruchtbarkeit (Vgl. KKK 16343).

#14 MIA

    Heimat gefunden

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 1.098 Beiträge

Geschrieben 18 Juli 2010 - 11:56

Ich habe gerade eine Stellungnahme bezüglich der Aids-Konferenz von Bischof Klaus Küng für die Tagespost auf KATHNET gelesen und war doch etwas entsetzt über folgende Aussage:

Zitat

Dennoch kann ich mir vorstellen, dass es in manchen konkreten Fällen in der Ehe, wenn sich ein Partner infiziert hat, erlaubt oder sogar geboten sein kann, zum relativ besseren, jedoch nicht absoluten Schutz des anderen ein Kondom zu verwenden. Das steht meines Erachtens nicht im Widerspruch zur Enzyklika „Humanae Vitae“, weil in einer solchen Situation nicht Empfängnisverhütung das Ziel der Verwendung eines Kondoms ist, sondern der Schutz des anderen. Die Enzyklika „Humanae Vitae“ lehrt ja auch, dass zum Beispiel bei Verwendung einer nicht abtreibenden Pille aus therapeutischen Gründen (etwa der Zyklusregulierung), auch wenn dies eine zeitweise Unfruchtbarkeit mit sich bringt, der Geschlechtsverkehr als Ausdruck der Liebe erlaubt ist.
(Quelle: http://www.kath.net/...il.php?id=27426) Ich habe die Enzyklika „Humane Vitae“ gelesen und lebe auch mit meinem Mann danach aber ich finde einfach nichts darin, was die Aussage des Bischofs rechtfertigen könnte!! In der Enzyklika schreibt Papst Paul VI ganz genau, dass empfängnisverhütende Praktiken NICHT erlaubt sind, egal ob es sich dabei um Verhütungsmittel handelt oder um den Abbruch des Geschlechtsverkehrs um eine Zeugung zu verhindern. „Die Kirche bleibt sich und ihrer Lehre treu, wenn sie einerseits die Berücksichtigung der empfängnisfreien Zeiten durch die Gatten für erlaubt hält, andererseits den Gebrauch direkt empfängnisverhütender Mittel als immer unerlaubt verwirft auch wenn für diese andere Praxis immer wieder ehrbare und schwerwiegende Gründe angeführt werden.“ (Humane Vitae) Das was der Bischof im Artikel anspricht, dass die Enzyklika lehrt, dass eine Verwendung einer „nichtabtreibenden Pille aus therapeutischen Gründen“, steht in der Enzyklika etwas anders formuliert, wobei auch fraglich ist, ob er überhaupt mit „therapeutischen Maßnahmen die Pille meint: "Erlaubtheit therapeutischer Mittel 15. Die Kirche hält aber jene therapeutischen Maßnahmen, die zur Heilung körperlicher Krankheiten notwendig sind, nicht für unerlaubt, auch wenn daraus aller Voraussicht nach eine Zeugungsverhinderung eintritt. Voraussetzung dabei ist, daß diese Verhinderung nicht aus irgendeinem Grunde direkt angestrebt wird." (Humane Vitae) Ich denke, mit den Maßnahmen sind eher Medikamente gemeint, die zu einer Zeugungsunfähigkeit führen können aber bei einer Krankheit wichtig sind für die Heilung. Aber der Bischof bringt dies quasi als Rechtfertigung dafür an, dass Kondome in der unfruchtbaren Zeit der Frau erlaubt sind, wenn Ehepaare, bei dem einer der Partner HIV-infiziert ist. Das hat mich jetzt ehrlich gesagt verwirrt, beziehungsweise glaube ich nicht das Papst Paul VI das gemeint oder befürwortet hat. Denn er beschreibt doch, dass empfängnisverhütende Mittel immer unerlaubt sind!! Also ich denke, dass auch in dem Fall eines HIV-infizierten Ehepartners keine Kondome erlaubt sind, zumal es auch noch so was wie Enthaltsamkeit gibt. Der Geschlechtsakt ist ein wichtiger Teil einer Ehe aber man sollte ihn niemals getrennt von den zwei Bedeutungen (Fortpflanzung und Liebe) betrachten und nicht überbewerten. Denken wir an Maria und Joseph oder an die vielen Ehepaare, bei denen der Ehemann ein Diakon ist: Hier leben die Paare enthaltsam (Josephsehe). Was sagt ihr dazu? (Die Enzyklika in Volltext: Humane Vitae)





Besucher die dieses Thema lesen: 1

Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0