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Fragen zum Sakrament der Taufe


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38 Antworten in diesem Thema

#31 Guest_DieSamariterin_*

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Geschrieben 23 September 2008 - 04:35

Liebe Maria Magdalena, du schreibst: „Vielleicht liegt gerade, um es vorsichtig zu sagen, auch etwas die Tiefe des Glaubens, weil man trotz Leidens des Körpers in der Seele ruhig sein kann Ja, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Mein Glaube, das zeigt sich daran, ist auch nicht wirklich tief. Aber ich wünsche mir schon, dass es anders wird. Danke für diesen ehrlichen Satz. Ihr Lieben, danke für eure Gebetshinweise. Das hilft mir. Eminenz schreibt: „Nein. Auch Krankheiten und Leiden können von Gott gewollt sein. Sie dienen als Prüfung für uns, ob wir seiner Gnade würdig sind. Doch wie kann das sein? Schau dir Jesus an, wie er hat leiden müssen. Viele Heiligen mussten Leiden, denk an diese die die Wundmale tragen. Es ist kein Fluch, eher eine Gnade, leiden zu dürfen, denn dieses Leiden kann man aufopfern z.B. für die Sünden der Welt. Das ist das sog. Kreuz, dass jeder einzelne von uns zu tragen hat. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. (Lk, 14; 27) Darüber hinaus gibt es dann auch sog. Sühneseelen (Pater Pio, Johannes Paul II., uvm) nehmen demütig das Leiden an und opfern es zum Wohle der ganzen Menschheit auf. Ist es denn nicht eine grausame Gottesvorstellung, wenn man Gott zutraut, Er schickt Leid? Ich frage das, weil dies einer meiner wunden Punkte ist. Das mit den Sühneseelen verstehe ich deshalb auch nicht. Ich möchte von Herzen anders denken. Ich habe solche Angst, dass ich Jesus deshalb nicht nachfolgen kann, weil ich in diesem Punkte nicht gemäß Luk. 14, 27 leben kann. Ich hatte bestimmt eine falsche Motivation als ich mich bekehrt habe, weil ich Erlösung von Sünde und Leiden suchte. Doch ich weiß, dass Gott mich ändern kann. Die RKK ist so reich an Spiritualität, doch dies alles mit dem Leiden kann ich nicht nachvollziehen. Jesus hat doch wahrlich genug gelitten und alles vollbracht. Ich schreibe dies, damit ihr wisst, was in mir los ist. Herzliche Grüße sende ich euch, DieSamariterin

#32 Eminenz

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Geschrieben 24 September 2008 - 09:08

Zitat

Ist es denn nicht eine grausame Gottesvorstellung, wenn man Gott zutraut, Er schickt Leid? Ich frage das, weil dies einer meiner wunden Punkte ist. Das mit den Sühneseelen verstehe ich deshalb auch nicht. Ich möchte von Herzen anders denken. Ich habe solche Angst, dass ich Jesus deshalb nicht nachfolgen kann, weil ich in diesem Punkte nicht gemäß Luk. 14, 27 leben kann. Ich hatte bestimmt eine falsche Motivation als ich mich bekehrt habe, weil ich Erlösung von Sünde und Leiden suchte. Doch ich weiß, dass Gott mich ändern kann. Die RKK ist so reich an Spiritualität, doch dies alles mit dem Leiden kann ich nicht nachvollziehen. Ich schreibe dies, damit ihr wisst, was in mir los ist.
Nein, du denkst da etwas einseitig. Bei dir steht im Vordergrund: Gott schickt Leid... Im Hintergrund steht bei dir: ...um die Gläubigen zu prüfen Schau, das ist ganz einfach zu erklären. Das Leben ist aus katholischer Sicht eine Vorbereitungszeit für die Aufnahme in den Himmel. Diese Vorbereitungszeit ist vergleichbar wie ein Weg, oder ein Rollenspiel sofern du sowas kennst, wo man einen Weg geht und Aufgaben lösen muss, um weiterzukommen. Manchmal sind solche Leiden auch immer voller Liebe gemeint: Stell dir vor Gott sagt: Schau, du bist auf dem falschen Weg, ich gebe dir durch dieses Ereignis die Möglichkeit dies zu erkennen und zurückzukommen Jeder Mensch bekommt andere Aufgaben (oder Prüfungen) die zu bewältigen sind. Eine deiner Prüfungen könnte auch im Tragen einer Krankheit bestehen. (aber die Ursachen von Krankheiten können sehr sehr vielfältig sein, das nur am Rande. Es wäre jetzt nicht richtig von meiner Seite zu sagen, woher diese Krankheit kommt. Viele Menschen werden krank, weil sie selbst nicht vergeben können z.B.). So wird man hier und da sein Leben lang auf Herz und Nieren getestet und geprüft, du kannst dir das vorstellen wir die Tests, die durchgeführt werden, bevor ein Produkt auf den Markt kommt.

Zitat

Jesus hat doch wahrlich genug gelitten und alles vollbracht.
Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus hatte nicht den Zweck, uns von körperlichem Leiden zu erlösen, sondern den Menschen die Möglichkeit zu geben zum Vater zu gelangen. Diese Möglichkeit besteht lediglich in der Option selbst, aber um zum Tor zu gelangen müssen wir das Kreuz tragen. Dieses Kreuz ist wiederum vergleichbar mit dem Schlüssel, bzw Teil der Eintrittskarte in den Himmel. Gestern war Gedenktag an Pater Pio. Er hat Jesu Wundmahle getragen und Jahre lang Jesu Christi Leiden am eigenen Leib erfahren müssen. Schmerzen, die er mit Demut und Würde getragen hat. Menschen wie er zeigen uns, wie wir mit Leid und Schmerz umgehen sollen. Es fällt schwer, auch ich muss mich immer wieder darauf besinnen bei Dingen, die schief gehen. Beispiel: Kürzlich haben wir uns ausgesperrt und mussten den Schlüsseldienst rufen. Anstatt laut fluchend umherzulaufen haben wir gesagt: Herr, ich lobe dich und danke dir, dass wir uns ausgesperrt haben. Warum tun wir das? Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! (Phil. 4; 6) Denke immer daran, dass gerade du, die du in die richtige Richtung läufst besonders angegriffen wirst vom Widersacher, denn der versucht dich jetzt umso mehr wieder in die andere Richtung lenken. Insofern: Nimm dein Kreuz mit Demut und Dank (halte dir immer den Pater Pio vor Augen) und laufe auf dem Weg, den unser Herr Jesus Christus vorhergegangen ist. Schau nicht links und schau nicht rechts und du wirst sehen, du bekommst eine ganz neue Lebensqualität trotz eventueller Krankheiten und Leiden. PS: Ich bin schon Zeuge einiger Heilungen geworden, insofern kannst du auch auf Heilung hoffen. Aber denke immer daran was wir im Vaterunser beten: Dein Wille geschehe....... SEIN erhabener Wille, nicht mein Wille, nicht dein Wille... nur SEIN Wille geschehe. AMEN! ;)

#33 MIA

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Geschrieben 24 September 2008 - 09:14

Eminenz hat es eigentlich schon seh schön geschildert. Nur noch ein paar Hinweise: Das Leid ist ein so großer Begriff. Wir Christen müssen nun mal unser Kreuz auf uns nehmen und den schmalen, engen und stolperigen Weg gehen, der irgendwann zu Jesus führt. Auf diesen Weg stellen sich immer wieder Schwierigkeiten ein, denn Satan will mit aller Macht verhindern, dass wir zu Jesus gelangen. Dies äußert sich in Zerstreuungen im Gebet, Abschweifen in der Messe bis hin zu lässlichen oder gar schweren Sünden. Oftmals ärgert uns Satan mit Schmerzen und Leiden wie Jesus auf seinen Kreuzweg und am Kreuz um seinen Willen zu brechen. Oder er ärgert uns mit dem Gefühl der Scham vor der Beichte um uns davon abzuhalten. Das ist aber unser Kreuz, welches wir tragen müssen: Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. (Lk, 14; 27) Unser Gott ist KEIN strafender Gott NEIN!! Er ist ein liebender Gott. Er gab seinen einzigen Sohn für uns hin und bedenke wie er gelitten hat!!!!!!!! Für Gott ist jeder Mensch unglaublich kostbar. Er hat doch jeden einzelnen Menschen gewollt!! Denk immer daran, dass du in Gottes Augen eine wertvolle Person bist!! Und hab immer Jesus vor Augen und seinen Weg. FOLGE IHM NACH. Er ist quasi dein Vorbild. Jesus ist das höchste Ideal und diesem müssen wir nacheifern und der Lohn wird sehr, sehr groß sein!!!

#34 MIA

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Geschrieben 24 September 2008 - 01:32

Noch ein paar Gedanken: Hl. Pater Pio von Pietrelcina (1887-1968), Kapuziner FSP, 119 ; Ep 3,441 ; CE, 21 ; Ep 3,413 „Er nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach Im Verlauf deines Lebens verlangt Christus von dir nicht, mit ihm sein schweres Kreuz ganz zu tragen, sondern nur ein kleines Stück davon, in der Weise, dass du deine eigenen Leiden annimmst. Du hast nichts zu befürchten. Schätze dich im Gegenteil überaus glücklich, für würdig erachtet zu sein, teilzuhaben am Leiden des Gottmenschen. Es handelt sich von Seiten des Herrn nicht darum, dass er dich im Stich ließe oder bestrafte. Im Gegenteil, er beweist dir damit Liebe, eine große Liebe. Du musst dafür Gott danken und dich dreinfügen, den Kelch von Gethsemani zu trinken. Mitunter lässt dich der Herr das Gewicht des Kreuzes verspüren. Dieses Gewicht erscheint dir unerträglich, und doch trägst du es, weil der Herr, der voller Liebe und Mitleid ist, dir die Hand reicht und die nötige Kraft gibt. Der Herr braucht Menschen, die mit ihm leiden angesichts des Mangels an Gottesfurcht unter den Menschen. Aus diesem Grund führt mich der Herr die schmerzhaften Pfade, von denen du in deinem Brief sprichst. Immer aber sei er gepriesen, denn seine Liebe bringt Süße in die Bitterkeit. Er wandelt die vergänglichen Leiden dieses Lebens in Verdienste für die Ewigkeit. (Evangelium Tag für Tag)

#35 Guest_DieSamariterin_*

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Geschrieben 24 September 2008 - 07:49

Ihr lieben katholischen Freunde, welch ein Segen, dass ihr geantwortet habt. Die Antworten werde ich noch öfter lesen, beten und bedenken. Danke! Das Beipiel mit dem Schlüssel finde ich sehr anschaulich. Das muss ich auf Arbeit auch mal so umsetzen. Ich bin ermutigt, Schwierigkeiten auf der Arbeit auch gleich vor Gott zu bringen. Eminenz schrieb: Denke immer daran, dass gerade du, die du in die richtige Richtung läufst besonders angegriffen wirst vom Widersacher, denn der versucht dich jetzt umso mehr wieder in die andere Richtung lenken Heute Nacht hatte ich nicht schlafen können, es tobte ein innerer Kampf. Ich hatte gedacht, dass ich vielleicht nicht für den christlichen Weg geeignet bin. Wer sein Kreuz nicht auf sich nimmt.... , wer sein Haus bauen will, denke vorab, ob er es schaffen kann usw. Wenn Gott den Menschen Leid schickt, beten die denn zum richtigen Gott und ist alles ein Irrtum? Da ist eine große Angst, dass ich vielleicht einen falschen spirituellen Weg gehe. Andererseits: Ich will ja, katholische Christin werden, weil ich schon eine solche starke Anziehung habe zu Unserem Heiligen Dreieinigen Gott und zu Maria und der Kirche. Ich wünsche mir zutiefst, dass alles wahr ist und ich es annehme. Wegen dieser inneren Kämüpfe bin ich froh, dass mich heute ein Katholik angerufen hat und ich eure Antworten jetzt lesen kann. :-) Ich habe einen Film über Pater Pio gesehen. Welch ein Gottesmann! Er war Jesus soooo nah. Daran muss ich denken, wenn ich die Beiträge zu Pa. Pio von euch lese. Ich habe keine Heilsgewissheit und Angst, dass ich es nicht packe und abfalle. Wir Christen müssen nun mal unser Kreuz auf uns nehmen und den schmalen, engen und stolperigen Weg gehen, der irgendwann zu Jesus führt. In der Heiligen Schrift steht, dass nur wenige durchkommen und in der Endzeit viele abfallen. Was ist, wenn man in Prüfungen versagt? DieSamariterin grüßt Euch herzlich und dankbar

#36 Eminenz

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Geschrieben 25 September 2008 - 08:40

Wenn du dich ganz auf Gott einlässt, dann wirst du ganz anders an die Sache rangehen. Der Herr ist mein Hirte, / nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen / und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; / er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, / ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, / dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. Du deckst mir den Tisch / vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, / du füllst mir reichlich den Becher. Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang / und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit. (PS 23) Das ist Gottes Versprechen an uns. Aber dafür fordert er unseren Einsatz. Wer auf ihn vertraut, dem wird in den kleinsten Dingen geholfen. (bei der Parkplatzsuche z.B. ;) ) Jeder erleidet Rückschläge auf seinem Weg. Das ist absolut menschlich und auch für diese Fälle hat der Herr uns die Möglichkeit gegeben umzukehren. Da bekannte ich dir meine Sünde / und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir. Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. / Und du hast mir die Schuld vergeben. [Sela] Darum soll jeder Fromme in der Not zu dir beten; / fluten hohe Wasser heran, ihn werden sie nicht erreichen. Du bist mein Schutz, bewahrst mich vor Not; / du rettest mich und hüllst mich in Jubel. [Sela] «Ich unterweise dich und zeige dir den Weg, den du gehen sollst. / Ich will dir raten; über dir wacht mein Auge.» (PS 32) Damit ist das Sakrament der Beichte gemeint. Du kannst immer zurückkommen zum Vater und sagen: Herr, es tut mir Leid! und egal wie schwer die Tat wiegt, er vergiebt uns unsere Schuld und wir dürfen wieder neu starten. Welche andere Religion gewährt die Vergebung des eigenen Versagens??? Keine andere Religion hat einen so barmherzigen Gott. Jesus gab uns ein Gleichnis zum Versagen und zur Umkehr: (LK 15; 11ff) Das Gleichnis vom verlorenen Sohn Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land und es ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Dieses Gleichnis ist ein Schatz der heiligen Schrift in der die Liebe so deutlich wird, wie kaum irgendwo in der Bibel.

Zitat

Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf.
Der Sohn (also jeder Mensch) entschließt sich, sein eigenes Ding zu machen und sich vom Vater zu trennen (das ist in meinen obigen Worten das Verlassen des Weges). Hier wird besonders deutlich wie frei wir in unserem Glauben sind, entgegen aller Stimmen, die es über uns gibt (du musst das tun, du musst dich daran halten, etc) Gott gibt uns einen freien Willen, in dem was wir tun. Das lässt sich daran erkennen, dass der Vater kein Wort des Protestes erhebt.

Zitat

Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen.
Das ist quasi analog das Anhäufen der Sünden. Das geht so lange, bis er bei den Schweinen sitzen muss und selbst die, haben mehr zu essen.

Zitat

Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.
Das ist der entscheidende Punkt. Vater ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt! Das ist die Umkehr, also der Wille wieder zurück auf den rechten Weg zu kommen.

Zitat

Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm.
Der Vater hätte jeden Grund zornig zu sein, immerhin hat der Sohn innerhalb kürzester Zeit, das ganze Vermögen verschleudert und kommt wieder zurück. Was macht der Vater? Er steht da mit offenen Armen, er schaut schon zum Horizont und wartet sehnsüchtig auf seinen Sohn So wartet auch Jesus auf uns, dass wir umkehren und zu ihm kommen (Beichte). Er geht auf die Fehltaten seines Sohnes gar nicht ein, lässt ein rauschendes Fest feiern, weil sein Sohn wieder zurückgekommen ist.

Zitat

Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an.
Du darfst dir das bildlich vorstellen. Wenn du in den Beichtstuhl gehst, siehst du so aus wie der Sohn, der zurückkehrt. Das Gewand, dreckig und zerrissen, barfuß, die Haare zerzaust. Und nach der Beichte: Das beste Gewand! Einen Ring! Und das wichtigste: Schuhe! Damit man weiter auf dem steinigen Weg gehen kann, der zur Pforte führt So kannst du dir das dann vorstellen: Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

#37 Guest_DieSamariterin_*

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Geschrieben 26 September 2008 - 07:32

Liebe Eminenz, danke für die Ermutigung und die schönen Psalmen. Ich reagiere erst jetzt, weil ich deinen Beitrag gerne länger als Letztes stehen lassen wollte. Es ist liebevoll von Gott, dass wir immer umkehren können. Es grüßt euch DieSamariterin

#38 Guest_Vanessa_*

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Geschrieben 08 Oktober 2008 - 09:59

Zitat

Zitat

Da stellt sich mir als Laie die Frage was ist mit all denn Menschen die eine andere Religion haben, sie können auch in den Himmel kommen, aber werden sie dann Gott sehen?. Ich habe gelesen das es für die eine andere Seligkeit gibt. Weiß da einer mehr?
Es gibt viele Menschen, die einen anderen Glauben haben und von Jesus so nichts näheres gehört haben. Die können genausogut in den Himmel kommen. (sie können ja nichts dafür). Mensch aber, die von Jesus zu genüge gehört haben und sich einen anderen Glauben angeeignet haben, tun dies in voller Absicht. Er richtet ja nicht nach dem Glauben, auch die Taten werden gerichtet. Mein Vater z.B. ist nicht gläubig, aber ein gütiger und vor allem sehr gerechter Mann. Ich bin mir sicher, dass er seine Güte und seine Gerechtigkeit irgendwann angerechnet bekommt.
Es ist leider so das die Menschen in der heutigen Zeit immer weniger mit Gott aufwachsen.:( Ich habe einen Vater der ist katholisch aufgewachsen und er hat sich von Gott entfernt, er ist nicht zu vergleichen mit Deinem Vater. Ich hatte eine wunderbare Mutter welche furchtbar am Ende Ihres Lebens gelitten hatte und die stets ein Mensch war der sich aufgeopfert hatte für Ihre Familie und auch für andere Menschen, immer gütig hilfsbereit und gerecht war, genauso wie Ihre Eltern die immer tief in meinem Herzen bleiben als große Vorbilder, und wo ich stolz darauf bin dessen Kind und Enkelkind zu sein. Ich glaube und hoffe sehr darauf das Gott sie liebt, auch wenn sie Ihn nicht regelmäßig durch den Gang ins Gotteshaus geehrt haben, so haben sie trotzdem die Gebote die Gott geschaffen hatte, als Sozialregel der Menschen im Umgang mit eine ander in Ihrem Herzen gehabt. ;) LG Vanessa

#39 Maria Magdalena

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    Pater Pio,
    Hildegard von Bingen,
    Maria Magdalena,

Geschrieben 09 Oktober 2008 - 04:27

[align=center] Ihr Lieben, Ich möchte Euch daran erinnern, dass eigendlich nur Fragen zum Sakrament der Taufe hier gestellt und beantwortet werden sollten. Nun möchte ich Euch bitten, zum Thema zurück zukehren anstatt sich noch weiter vom eigendlichem Thema zu entfernen. Pax et bonum[/align]





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